What’s up, festivals?
What’s up, festivals?

Der Festivalmarkt ist hart umkämpft. Wer Publikum ziehen will, braucht attraktive Acts – und die sind teuer. Ohne Unterstützung von Marken sind Festivals schon lange nicht mehr finanzierbar bzw. für die Fans nicht mehr bezahlbar. Da trifft es sich gut, dass immer mehr Marken und Agenturen Festivals als Zugang zur jungen Zielgruppe entdecken. Doch mit dem Banner auf der Bühne und dem Logo auf dem Plakat ist es nicht mehr getan, wenn man als Marke wirklich etwas beim medienverwöhnten Publikum bewegen will. Zugleich müssen auch die Festivals auf ihre Credibility bei den Fans achten. Ein Balance-Akt, der nach neuen Konzepten und Ideen schreit – und die werden von Brands wie Deichmann, Penny und Firestone auf Festivals umgesetzt. Die Verbindung von attraktivem Live-Content mit den digitalen Möglichkeiten etwa über Live-Streaming und Social Media lässt eine einzigartige Kommunikation zu.

Ein gutes Beispiel für den neuen Approach ist das noch junge Parookaville Festival, mit über 80.000 verkauften Tickets in diesem Jahr eines der drei größten Festivals Deutschlands mit ganzheitlichem Showkonzept. Sponsoren und Partner werden auf innovative Weise eingebunden und Teil einer temporären Stadt. Warsteiner hostet die Kirche, Deichmann die Beauty Farm, Penny stellt den Supermarkt. Jeder Sponsor bekommt sein eigenes Plätzchen, seine eigene Funktion, sein eigenes Haus – die eigene Story. So lassen sich Partner sinnhaft einbinden, ohne dass auch nur ein Logo auf der Bühne prankt – das bleibt dem Zuschauer im Gedächtnis. Eine andere Strategie verfolgen etwa das ARTLAKE und das Feel Festival: Sie gehen sehr selektiv mit Markenpartnerschaften um und verlangen von den Marken Zurückhaltung bei einer Zielgruppe, die allergisch auf Overbranding reagiert.

Das Panel „Festivalsponsoring Today – wie Festivalveranstalter und Markenartikler zusammenarbeiten“ diskutiert auf dem Brands & Music Day am 17. August in Köln, wie Festivalsponsoring im Jahr 2017 geht. Von Festival-Seite sind Bernd Dicks (Gründer und einer von drei Köpfen des Parookaville Festivals) und Jonas Seetge (Gründer des Festival Kombinat, Veranstalter des Feel Festivals) dabei, die Marken-Sicht vertritt Christoph Pietsch (ehemals Geschäftsführer bei Grey, jetzt Chief Marketing Officer bei der DDB Group). Wer sind die neuen Festivalsponsoren? Wie aktivieren Marken heute live? Wer ist die Zielgruppe, und was kann das Festival vertragen? Das sind einige der Fragen, die in der Runde besprochen werden. Christoph Pietsch wird einleitend einen Impulsvortrag halten über Festivals als Plattform und experimentelle Spielwiese für Markeninszenierung.

Der Brands & Music Day 2017 ist eine Veranstaltung der Agentur Lautstark in Kooperation mit der c/o pop Convention und wird durch das Wirtschaftsministerium des Landes NRW gefördert.

Mehr Info: www.brands-and-music.com